Firmengeschichte

Im Jahr 1971 wird von den Zwillingsbrüdern Harald und Horst Zimmer in Trier die Firma bautek GmbH, bautechnische Produkte, gegründet. Der Firmenstart erfolgt mit einem neu entwickelten höhenverstellbaren Kunststoffauflager zur Verlegung von Betonplatten auf Flachdachterrassen. Das so genannte bautek-Terrassenlager wurde seither millionenfach verkauft, und ist auch heute noch das zweite Standbein der Firma bautek. Es folgten Alu-Flachdachabschlussprofile und weitere Dachprodukte.

 

1976 erlernen die beiden Firmeninhaber bei einem Skiurlaub in der Schweiz das Drachenfliegen. Es war die Realisierung ihrer Jugendträume, hatten sie doch schon als Kinder mit Begeisterung und Erfolg jahrelang Flugmodelle gebaut.

 

Bereits nach wenigen Jahren wagen sie sich an ihre erste eigene Drachenkonstruktion und gewinnen bei einem großen internationalen Gleitwinkelwettbewerb der Hersteller mit ihrem Fluggerät Fafnir den 1. Platz (Foto oben). Die Nachfrage nach dieser Neukonstruktion war riesengroß und man begann 1981 mit der Serienfertigung. Zwei Jahre später war bautek der größte deutsche Drachenhersteller.

 

Die rasante Entwicklung der Fluggeräte erforderte einen erheblichen Arbeitsaufwand, so dass sich nach einigen Jahren der Bereich Flachdachprodukte auf die Herstellung und den Vertrieb der bautek-Terrassenlager reduzierte. Es wurden neue Fluggeräte entwickelt: dem Fafnir folgte der Saphir 16, Saphir 17, Zephir, Zephir CX, Pamir, Milan, Milan-Racer, Sunrise, Astir und Twister. Im Oktober 1989 zog die Firma in eine eigene Produktionshalle nach Kenn bei Trier um.

 

Ab 2000 wurde das Lieferprogramm mit der Doppelsitzer-UL-Tragfläche Pico erweitert. Diese Serie wurde 2002 mit dem kleineren Pico S erweitert. Auf Wunsch des DHV wurde für den UL-Schulungsbetrieb ein stabiler Doppelsitzer-Drachen mit Fahrwerk gebaut, der BiCo.

 

2003 kam der turmlose Hochleister Spice auf den Markt, gefolgt vom Kite (2005), der wieder mit Mast auftritt. Die Weiterentwicklung der Trike-Flächen ließ bis 2007 auf sich warten: unser Pico L - die leichte bautek UL-Fläche für die neue 120 kg UL-Klasse der Solo-Trikes.

 

Das Jahr 2007 endet mit einem tragischen Ereignis: Horst Zimmer stürzt beim Einfliegen eines neuen Kundengerätes in den Tod. Er hatte beim Start vergessen, sich am Gerät einzuklinken. Auf tragischste Weise wurde Horst aus unserer Mitte gerissen.

 

Sein Zwilling Harald gab jedoch nicht auf: 2008 wurde der Skycruiser entwickelt - ein Einsitzer-Trike für die neue 

120 kg-Klasse, die perfekte Kombination mit der Pico L-Fläche. Ein Jahr später erfolgte die Musterprüfung - seitdem ist der Skycruiser Marktführer in seiner Klasse.

 

Im Jahr 2010 begann Harald mit der Entwicklung des Fizz, ein leichter Turmdrachen der Spitzenklasse. Seit Anfang 2012 werden die ersten Fizz ausgeliefert und unsere Kunden sind begeistert. Diesen bauen wir seit 2015 auch in einer Special Edition (SE) komplett aus hochwertigem Hightech-Aramid-Segel und mit vielen Extras, wie zum Beispiel extra starke Carbon Segellatten im Ober- sowie Untersegel, Carbon-Einschübe in der Anströmkante, profilierte Speedbar mit gefrästen aerodynamischen Eckelementen und mehr. Ein verbessertes Feintuning des Gestells und Segels holen nun das beste aus dem Fizz SE heraus und er ist somit unser derzeitiges Spitzenmodell. 

 

Wir arbeiten stetig an der Verbesserung unserer Fluggeräte, um unseren Kunden das Beste unserer Entwicklungsarbeit anbieten zu können. So bekommt der Pico L ab 2019 auch eine Special Edition wie unser Fizz an seine Seite: mit einem 90%- Untersegel aus hochwertigem Aramid-Segel und einem Tuning im Gestell und Segel holen wir nochmal mehr Leistung aus dem Pico L SE und erreichen nun problemlos eine Reisegeschwindigkeit von 120 km/h mit geringerer Drehzahl und weniger Benzinverbrauch. Das Kurvenhandling ist wunderbar leicht und es macht pure Freude, sich mit dem neuen Skycruiser in die Lüfte zu schwingen.

 

2019 wird unser Sunrise wieder in die Serie aufgenommen. Auch hier gibt es Verbesserungen: der Trapezkopf wurde etwas zurück gesetzt, um den Schwerpunkt beim Start zu neutralisieren. Er liegt nun optimal auf der Schulter und die Schwanzlastigkeit wurde eliminiert. Ebenso haben wir die Basis enger gestaltet, um unseren leichten Kunden und Kundinnen ein besseres Schultern zu ermöglichen. Die Trapezecken sind nun ebenfalls aerodynamisch gefräst und somit kann optional auch eine profilierte Speedbar eingebaut werden.

 

Bei allen Entwicklungen der bautek-Fluggeräte besteht stets die Zielsetzung, Mehrleistung nur unter Einhaltung gütesiegelkonformer Sicherheit zu bieten, was die Produktion von "frisierten" Wettkampfgeräten weitgehend ausschließt. Die meisten bautek-Piloten sind leistungsbewusste Genussflieger, die keine Sicherheits-Kompromisse eingehen möchten, und größten Wert auf ausgewogene Flugeigenschaften und perfekten Service legen. Drachenfliegen ist ihr Hobby und nicht ihr Beruf! 

 

Genau deswegen haben wir unser Augenmerk besonders auf gutmütige Start- und Landeeigenschaften sowie ein stimmiges Handling gelegt. Unsere Kunden wissen es zu schätzen...

 

Im Alltag beweisen die bautek-Fluggeräte trotz der Erfüllung dieser Vorgaben ihre überragende Leistungsfähigkeit, die nicht zuletzt auf vielen patentierten bzw. gebrauchsmustergeschützten Innovationen beruht (siehe weiter unten "Meilensteine und Patente").

 

Sollten Sie Interesse haben, unsere Produktionsstätte zu besuchen und evtl. auch einen kleinen Abstecher nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, zu machen, dann sind Sie herzlich willkommen!


Ein bisschen dies, ein wenig das...

Hier finden Sie alles Mögliche aus jahrzehntelanger bautek Geschichte in chronologischer Reihenfolge. Diese Einblicke in unsere Firmengeschichte werden Sie staunen und schmunzeln lassen - von Weltrekorden über Erfindungen bis hin zu alten Presseberichten... Viel Vergnügen!

Die 80er

Weltrekordflug Harald Zimmer mit Fafnir 1983

Wusstet ihr, dass Harald 1983 einen Weltrekord im Turmfliegen am Walensee in der Schweiz aufgestellt hat? Er stand jahrelang damit im "Guinness Buch der Rekorde". Damals war es eine kleine Sensation, überhaupt die 50m-Marke zu erreichen. Aber mit dem Fafnir gelang Harald die Landung trockenen Fußes...


Vom Fafnir zum Saphir 1983

Testbericht vom Saphir im Drachenflieger Magazin 1983

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Vom Fafnir zum Saphir_alle.pdf
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