Fizz... unser Turm-Hochleister (1. Platz DHV Online Contest Turmklasse 2015 + 2016)

Mit dem Fizz streben wir auf den Spitzenplatz der Turm-Hochleister. Der Fizz setzt neue Maßstäbe, sowohl bei der Thermikleistung als auch im schnelleren Gleitflug und beim Streckenfliegen. Ab 2017 ist mit dem Fizz SE (SE = special edition = Sonderedition) ein Modell mit weiter verfeinerter Abstimmung und besonders hochwertiger Ausstattung erhältlich (siehe unten). Die Verbesserungen bei der Abstimmung von Gestell und Segel kommen natürlich auch in der Grundausstattung des Fizz 2017 zur Anwendung.

Die meisten Piloten bevorzugen heute leichte, unkomplizierte, aber leistungsstarke Fluggeräte. Sie fühlen sich mit schweren turmlosen Hochleistungsdrachen überfordert und verlieren den Spaß am Drachenfliegen! Zudem steht der Preis dieser aufwändigen Bauweise in keinem vernünftigen Verhältnis zum Leistungsgewinn. Aus diesem Grund hatten wir 2006 den Kite als leistungsfähiges Turmgerät entwickelt, das viele Piloten durch sein leichtes Handling und seine sehr guten Thermikeigenschaften begeistert. Der Fizz setzt diesen Weg mit einer weiteren Verbesserung der Flugleistung im gesamten Geschwindigkeitsbereich fort, besonders aber bei höheren Geschwindigkeiten.

Der „Motor“ eines jeden Hängegleiters ist das Segel. Mit formstabilen, teuren Segeltüchern wurde eine neue Tragfläche mit einem flachen Profil geschaffen, die exakt auf die Flexibilität der Flügelrohre abgestimmt wurde. Am Segelende sitzen Segelendkappen (Winglets). Die Fläche ist im Kielbereich schlanker als beim Kite und hat 90% Doppelsegel. Die Flügelrohre sind in der Halbspannweite steifer. Beim übrigen Gestell und den Stahlseilen konnten wir uns auf sichere und bewährte Bauteile verlassen. Alles ist leicht und einfach zu kontrollieren, Beschädigungen preiswert zu reparieren.

Nach zahlreichen ausgelieferten Fizz können wir Bilanz ziehen. Unser Maßstab sind dabei – wie immer – die zahlreichen Rückmeldungen, die wir von unseren Kunden bekommen haben – dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank! Diese findet ihr ganz unten auf dieser Seite.

Wir können ohne Übertreibung sagen, dass das Feedback unserer Kunden uneingeschränkt positiv ist. Das ist umso erfreulicher, als es von ganz unterschiedlichen Piloten kommt. Unter den Fizz-Piloten sind junge „Aufsteiger“, die ihren ersten Hochleister fliegen, erfahrene Thermik- und Streckenflieger (und -fliegerinnen!) sowie „alte Adler“ jenseits der Pensionsgrenze. Hervorgehoben werden die präzise Rückmeldung über die umgebende Luft, die gutmütigen Abrisseigenschaften, die Spurtreue, das ausgewogene, koordinierte Kurvenhandling und die äußerst angenehmen Landeeigenschaften. Das macht den Fizz auch für Intermediate Piloten interessant, die Höchstleistung erleben wollen, ohne überfordert zu sein. Optional könnt ihr auch die Finne dazu bestellen für stabilen und spurtreuen Schnellflug (auch im Windenschlepp).

Was die Flugleistung angeht, ist uns natürlich bewusst, dass vieles vom Piloten abhängt. Dennoch: Alle Berichte stimmen darin überein, dass der Fizz extrem gut steigt. Ob in schwächster Thermik oder in ruppiger Luft – der Fizz macht es dem Piloten leicht, das Beste aus den Bedingungen herauszuholen. Geringstes Sinken und gute Steigleistung, gepaart mit feinfühlig-koordiniertem Handling, entscheiden nicht selten über Obenbleiben oder Absaufen - und wir hören immer wieder, dass die Fizz-Piloten „oben geblieben“ sind! Beim Gleiten gegen den Wind kommt es häufig zu wing-to-wing-Vergleichen, auch mit turmlosen Hochleistern. Und dabei hat es auf beiden Seiten schon einiges Erstaunen gegeben, wie dicht der Fizz an der Gleitleistung dieser teuren Geräte „dran“ ist. Es gibt für uns keinen Zweifel, dass der Fizz auch hinsichtlich der Flugleistung zur absoluten Spitze der Turmgeräte zählt, und das bei einfacher, robuster, praxistauglicher Konstruktion ohne tragende Teile aus Carbon- oder Glasfaser.

Mit dem Fizz ist unser Top-Modell entstanden. Wir sind davon überzeugt, dass der Fizz genau den heutigen „Geschmack“ der anspruchsvollen Genuss- und Streckenflieger trifft:

  • beste Thermikeigenschaften und Steigleistungen
  • sehr gute Gleitzahl gegen den Wind oder im Schnellflug
  • einfache Start- und Landeeigenschaften
  • mustergeprüfte Sicherheit nach DHV-Lufttüchtigkeits-Anforderungen
  • bautek-Instandhaltungs- und Reparaturservice

Die Besonderheiten des Fizz:

  • Obersegel aus hochwertigem Aramit Laminat (Technora Black)
  • 90% Doppelsegel Dacron in Wunschfarben
  • flaches Segelprofil mit 24 Ober- und 6 Untersegellatten
  • schlanker Flächengrundriss mit 14,1 qm Flächeninhalt
  • großer VG Weg bei 18-facher Untersetzung für leichte Bedienung
  • radiale Flügelenden mit GFK Segel-Endkappen im Haifischflossen-Design
  • Federgedämpfte seitliche Unterriggs
  • optional profilierte Alu-Speedbar mit teilbaren Rädern (gegen Aufpreis)
  • optional Finne (gegen Aufpreis)
  • optional schwarze Kiel-, Turm- und Trapezrohre (gegen Aufpreis)

Upgrade 2014/15:

  • CNC-gefräste Trapezecken
  • Steifere Segellatten für bessere Leistung und bessere Pitchstabilität
  • Profilierte Alu-Speedbar mit angepassten, widerstandsarmen Basisrädern oder CFK-Kufen (optional)
  • Aerodynamisch verbesserte Nasenverkleidung
  • GFK-Wingtips mit verbesserter Form (jetzt serienmäßig!)
  • Fortsetzung des Farbdesigns auf den Wingtips (optional)

Fizz SE 2017 - unser Spitzenmodell

Unser Topmodell Fizz SE ist das Ergebnis einer stetigen Modellpflege. Ein transparentes, leichtes Untersegel aus ODL, extrasteife 10mm-CFK-Segellatten und ein nochmals verbessertes Feintuning von Gestell und Segel ergeben mehr Flugruhe, noch angenehmeres Kurvenhandling und eine weiter verbesserte Gleitleistung.

Dank vieler raffinierter Konstruktionsdetails lässt sich das Gerät vorbildlich einfach und ohne Kraftaufwand auf- und abbauen.

Serienmäßige Ausstattung Fizz SE:

  • Ober-/Untersegel aus hochwertigem Aramit Laminat (Technora Black)
  • farbige Segellattentaschen
  • extrasteife 10mm-CFK-Segellatten (Ober- und Untersegel)
  • Carbon-Einschub Anströmkante (Mitte)
  • profilierte Alu-Speedbar mit gefrästen aerodynamischen Eckelementen
  • colorierte Segelendkappen im Haifischflossen-Design
  • auf Wunsch mit Finne und teilbaren Rädern

Das Gestell und die Stahlseile

Auch der Fizz hat das klassische und bewährte Drachengestell mit Turm, aber keine Pitchleinen, sondern im Doppelsegel integrierte Schränkungsanschläge (Sprogs). Mit ganz loser VG sind die seitlichen Unterriggs fast stramm und federgedämpft, d.h. bei plötzlichen Ent- und Belastungen in Turbulenzen wirken die Stahlfedern an den Unterriggs wie Stoßdämpfer, vermindern die Lastspitzen und erhöhen den Flugkomfort. Der Fizz ist auf 4,1 m kurz zu packen und wiegt 31,5 kg. Das etwas höhere Gewicht resultiert aus steiferen Flügelrohren und dem großen Zuladungsbereich von 118 kg = 148,5 kg maximale Abflugmasse. Der Fizz eignet sich also auch für alle gängigen Motorsysteme oder Elektro-Aufstiegshilfen.

Alle Flügelrohre sind aus 50-52 mm, die Querrohre aus 60-62 mm und das Kielrohr aus 50-48 mm Alurohr der Legierung 7075 mit 0,9 mm Wandstärke gefertigt. Der Turm und die Trapezrohre bestehen aus dem sehr widerstandsarmen bautek-Profilrohr. Das Rohr ist zwar etwas schwerer als herkömmliche Trapezrohre, es ist aber auch stabiler und verbiegt sich nicht so schnell bei leichten Crashs. Auf Wunsch könnt ihr Kiel-, Turm- und Trapezrohre auch in schwarz bestellen (Aufpreis 150,-€).

Die Pilotenaufhängung ist am Turm befestigt. Die Edelstahlseile sind glatt und unplastifiziert, um den Widerstand gering zu halten. Die seitlichen Unterriggs und das Oberrigg sind aus 2,5 mm Stahlseilen gefertigt, um Festigkeitsreserven zu haben.

Der Fizz kann optional mit einer profiliertern Alu-Speedbar, die auch die Montage von teilbaren Basisrädern erlaubt, ausgerüstet werden. Neue CNC-gefräste Trapezecken runden die hochwertige Ausstattung ab.

Das Segel

Auch das Fizz-Segel hat radiale Flächenenden, also keine Randbögen. Das erlaubt nicht nur einen kraftschonenden Auf- und Abbau, sondern gewährleistet auch verschleißfeste Flächenenden, die bis zum Flächenende nur gerollt, und nicht geknickt werden müssen. Als Segelabschluss werden rechts und links Segelendkappen (Wingtips) angeklettet. Inzwischen ist eine verbesserte Wingtip-Ausführung aus GFK serienmäßig. Das Hauptsegel ist ein Vollmylarsegel aus transparentem ODL-Laminat. Die Anströmkante kann aus PX 10 oder ODL gewählt werden. Das Doppelsegel besteht aus 180 g schwerem Polyestertuch in den handelsüblichen Farben.

Der Start

Der Fizz liegt neutral auf der Schulter, und ist beim Starten leicht zu führen. Durch das integrierte Federsystem sind die seitlichen Unterriggs auch mit loser VG fast stramm, so dass die Ausrichtung des Gerätes beim Starten keine Probleme bereitet. Wer ganz stramme Unterriggs beim Start wünscht, kann mit ca. 1 m gespannter VG starten.

Der Flug

Der Fizz besitzt eine sehr wirksame variable Geometrie (VG), mit der sich die Segelspannung im Flug erhöhen lässt. Mit loser VG hat der Flügel eine größere Verwindung, neutrale Kurveneigenschaften und ein sehr leichtes Handling. Es ist deshalb empfehlenswert, den Erstflug mit halb gespannter VG zu beginnen, um das Gerät anfangs nicht zu übersteuern. Auch mit voll gespannter VG bleibt der Fizz noch um die Hochachse steuerbar. In dieser Einstellung hat das Gerät wenig Verwindung und seine beste Gleitleistung. Der Fizz sollte vorzugsweise mit kurzen Impulsen gesteuert werden, insbesondere beim Winden- oder UL-Schlepp, also bei höheren Geschwindigkeiten. Um die Richtungsstabilität (insbes. beim Winden- oder UL-Schlepp) weiter zu erhöhen, kann am Kiel eine Finne montiert werden. Die Strömung reißt weich und gut kontrollierbar ab, so dass in der Thermik sehr langsam im Bereich der besten Sinkleistung geflogen werden kann.

Die Landung

Der Fizz landet sich einfach. Er fliegt zwar sehr lange aus, insbesondere, wenn man ihn vorher beschleunigt hat, kann aber dann sehr langsam ausgeflogen werden und zieht beim Rausdrücken von alleine die Nase hoch, vergrößert den Anstellwinkel und erhöht den Widerstand, so dass Standlandungen schon bei geringem Gegenwind die Regel sind.

Der bautek-Service

Wir haben unseren guten Ruf im Servicebereich über 30 Jahre erarbeitet. Mit einem kompetenten und zuverlässigen Team sind wir in der Lage, alle Reparaturen und Nachprüfungen schnell und preiswert durchzuführen.

Technische Daten

  • Gerätemuster: Fizz
  • Geräteklasse: DHV 3
  • Segelfläche: 14,1 qm
  • Spannweite: 10,41 m
  • Nasenwinkel: 130°
  • Streckung: 7.7
  • Doppelsegel: 90%
  • Packmaß: lang 5,70 m; kurz 4,10 m
  • Lattenzahl: 24 im Obersegel, 6 im Doppelsegel
  • Stallgeschwindigkeit: ca. 25 km/h
  • maximal zulässige Geschwindigkeit: 90 km/h
  • min. Sinken bei: ca. 31 km/h
  • max. Gleiten bei: ca. 45 km/h
  • zulässiges Startmasse: min. 91,5 kg/ max. 149 kg
  • Zuladung: min. 60 kg/ max. 118 kg
  • Gerätegewicht ohne Packsack: 31,5 kg
 

Preis Fizz: € 6.650,- inkl. 19 % MwSt. (Grundausstattung)

Preis Fizz SE: € 8.330,- inkl. 19% MwSt. (Grundausstattung)


Download: Betriebsanweisung (1,6 MB)

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Pilotenmeinungen:

Hier berichtet Peter Müller über seine ersten Flüge mit seinem neuen Fizz SE (Aug.2018):

Lieber Harald,

vielen Dank für den Versand des FIZZ SE an die Alpen. Das mit der Spedition hat gut geklappt. Der Drachen ist in Karton verpackt und unbeschadet bereits Freitags hier eingetroffen, hat also wohl nur zwei Tage gebraucht. Respekt für 5,80m und bestimmt 43 kg Brutto-Gewicht. In den letzten Tagen war viel Flugwetter an den Alpen und ich konnte meinen neuen FIZZ SE unter natürlichen, teils stark thermischen Bedingungen in den Allgäuer Alpen ausführlich testen. Inzwischen habe ich 6 Starts und Landungen gemacht, unzählige Thermikkreise gedreht und war fast 16 Stunden in der Luft.

https://www.dhv-xc.de/leonardo/index.php?op=list_flights&pilotID=0_10128&takeoffID=0&country=0&year=0&month=0&season=0

Gerne mag ich Dir nun, insbesondere nach Deiner zuvorigen Unterstützung und der für mich etwas später startenden Saison eine Rückmeldung geben:

Segel, Aufbau und Technik

Das Segel ist optisch sehr schön geworden, ein echter Hingucker. Hier in Oberammergau und am Tegelberg fliegen einige „klassische“ Fizz, eine Reihe von Turmlosen und natürlich die Starren. Beim Aufbauen war große Neugier der Fliegerkollegen und auch Neid auf das schöne Gerät gut zu erkennen. :-)

Trapezecken und Basis

Die neuen Trapezecken mit der profilierten Speedbar scheinen mit optisch und strömungstechnisch sehr gelungen. Die Griffmulden in der Basis passen für meine Hände und Arme perfekt. Auch im Schnellflug und bei Querungen kann man die Arme gut an den Körper nehmen und greift die Basis dann kraftschonend und strömungsarm im Bereich der mittleren Rundung. Ergonomisch passt das für mich als gerne tiefhängendem Piloten so recht gut.

Start, Landung, Leistung

Der Fizz SE startet sich genauso, wie ich es erwartet habe und auch bei meinem Twister und Spice erlebt habe. Leicht auszubalancieren und zu führen, selbst bei wenig Wind schnell tragend. Passt!

In dem mir vertrauten Fluggebiet gleitet der Fizz SE sehr gut am Bergprofil entlang. Gefühlt und wie erwartet unter geringerem Höhenverlust, als mein bisheriges Gerät die letzten Jahre. Sehr fein! Leichte, zarte und mittige Heber setzt das Gerät sofort in Höhe um, ohne aus der Richtung zu gehen.

Insbesondere bei meinen letzten Flügen habe ich recht lange, durch bewegte, thermische Luftmassen führende Gleitstrecken zurückgelegt. Diese Strecken zwischen 4km und 12 km bei langen Talquerungen habe ich später analysiert. Es zeigte sich, dass das Gleiten unter realistischen Bedingungen, also Luftbewegungen und Steuerimpulsen sehr gut ist! Das finde ich super und macht mir zunehmend Vertrauen auch auf der anderen Seite hoch genug anzukommen. Ich traue mich auf jeden Fall weiter weg als früher.

Die Landeeinteilung ist erwartungsgemäß großflächig und umsichtig zu wählen. Damit habe ich gerechnet, denn auch wegen der schönen Leistung hatte ich das Gerät je gewollt.

Thermikfliegen und Rollverhalten

Zu allererst: Der FIZZ steigt sehr gut. Er reagiert auf die kleinste Luftbewegung. Das fand ich nicht immer nur schön, sondern insbesondere zu Beginn auch sehr anstrengend. Mit verantwortlich ist wohl auch das neue und (noch) recht stramme Segel. Im Vergleich zu meinen letzten Trumhochleister mit Randbogen musste ich umlernen und bin noch weiter dabei. Beim Einfliegen in stark thermische oder turbulente Luft will der FIZZ SE sehr aufmerksam geflogen werden, da er ja mit Luftbewegung „etwas machen will“ und sie so auch an den Piloten weiterleitet. Konnte ich meinen Turmhochleister mit Randbogen früher mit geringem Kraftaufwand in den Bart zurückzwingen, wenn ich einmal rausgefallen bin, so gelingt es mir eher schlecht, den FIZZ mit Kraft um die „Ecke zu würgen“, da arbeite ich einfach gegen die tragende Kraft, die das unheimlich leistungsstarke Segel generiert. Der Trick ist, es vorher zu spüren und gar nicht so weit kommen zu lassen, das man rausfällt. Das wiederum erfordert auch einen sehr aktiven Piloten, der je nach Fluglage und -situation auch mit Geschwindigkeit und Gurtzeugposition umzugehen weiß. Und dann wird der Pilot auch mit einem super steigenden Flügel belohnt und es wird anstrengungslos und leicht. Fliegen halt!. Trotzdem halte ich von bockigen Leebedingungen und den nackten Felswänden mehr Abstand als früher. Vielleicht habe ich inzwischen auch einfach mehr Respekt.

Einstellungen

Am Ende meines dritten Fluges, nach etwa 6 Flugstunden, bin ich bei großer Höhenreserve noch einige Wingover geflogen, um das Segel dabei vielleicht noch ein bischen zu recken. Vor dem vierten Flug habe ich die Sprogs innen und aussen um eine Umdrehung abgesenkt und nach dem vierten Flug auch die Spreizlattenspannung um 1 Umdrehung reduziert. Mein Eindruck ist, dass der Fizz nun noch etwas gefälliger rollt und kreist. Er dreht neutral, ich muss in Kurven weder stützen noch „high-siden“. So soll das sein.

Die VG ist für mich eine echte Überraschung. Sie ist einerseits sehr leichtgängig und kraftsparend. Ich nutze sie inzwischen wirklich gerne, denn die vielen unterschiedlichen Stellungen machen klar erkennbare und spürbare Veränderungen am Flügelverhalten und dadurch tatsächlich in den jeweiligen Situationen und Bedingungen auch Sinn. Es gibt nicht nur „alles“ oder „nichts“. Auch sind selbst 100% VG mit dem Körper noch gut steuerbar, wenn der Drachen durch unruhige Luftströmung oder eine Wind-Abdrift korrigiert werden muß.

Fazit

Ein sehr gelungener Flügel mit eigener Charakteristik. Er will aufmerksam und feinfühlig geflogen werden und belohnt mit überragender Leistung. Hochleistung in schönem Gewand für den erfahrenen Streckenpiloten und wirklich vielfliegenden und dadurch geübten Genußflieger, definitiv nichts für frische Scheininhaber oder Miniaturlandeplätze.